Eine Stadt im Wandel – es wird vieles geboten.
Die Nacht auf dem Holiday Park in Duvauchelle auf den Banks Peninsula war angenehm und ruhig. Mal kein starker Wind am Abend, wie so oft in letzter Zeit. Die Banks gehören zu Christchurch und sind vulkanischen Ursprungs. Eine Berglandschaft mit vielen Buchten und Fjorden, die stark im starken Kontrast zum flachen Stadtgebiet Christchurch’s stehen. Eine Ruheoase unweit der Stadt.
Duvauchelle klingt französisch und ist es auch ein wenig. Hier auf den Banks begannen die Franzosen in den Anfängen der europäischen Besiedlung eine Kolonie zu gründen. Die Engländer kamen aber mit dem Vertrag von Waitangi in die Quere. Dennoch blieb hier ein gewisser französischer Einschlag vorhanden. Dies ist besonders im Ort Akaroa an der French Bay zu sehen. Ein wunderschöner kleiner Ort am Ende der Straße auf den Banks.
Nun hieß es sich langsam Christchurch, der Stadt zu näher. Aber wirklich langsam. Ich wählte die Summit Road um die Banks wieder zu verlassen. Ein Traum von einer Straße für mich und der Name der Straße ist Programm. Links und rechts an den Bergspitzen vorbei, nachdem man die Höhe erklommen hat. Zu jeder Seite ein toller Blick in die Buchten und Fjorde. Durchschnittstempo 31 km/h! Neuer Rekord! Noch hier und da ein Abstecher an die Picton Bay, aber oft geht es dann mit dem Camper nicht weiter. Zu unwegsam die Straße und ein Abenteuer wie auf der Nordinsel brauchte ich zum Schluß nun auch nicht mehr.
Irgendwann war auch diese Straße zu Ende gefahren und ich näherte mich weiter der Stadt. Wo nun Übernachten? Ich entschied mich für den Holiday Park in South New Brighton, da er 500 m vom Strand entfernt lag und zum Flughafen es nun 30 min sind. Dies soll also mein letzter Campingplatz sein für die kommenden zwei Tage.
Es war eine gute Wahl, schön ruhig und der nahegelegene Strand ist gigantisch. 4 Std. war ich noch am Nachmittag unterwegs und habe auf dem Rückweg meinen Ausweg über die vorgelagerten Dünen verpasst. Man kann endlos laufen, verweilen und Baden gehen. Es ist auch ein Surfer-Paradies für Anfänger und Profis. Vor allem den Kite-Surfern konnte ich lange mit Begeisterung zuschauen. Dank meiner Rankes App hab ich dann aber meinen Weg noch gefunden 🙂
Meinen letzten Tag habe ich Christchurch gewidmet. Eine Stadt die mächtig im Wandel ist wie mir scheint. Die Auswirkungen der Erdbeben von 2010 + 2011 sind noch allgegenwärtig zu sehen. Viele zerstörte Gebäude, die noch mit Stützkonstruktionen versehen sind. Aber auch komplette Brachflächen, wo einst Gebäude standen. Eigentlich kann man sagen, die Innenstadt ist noch eine große Baustelle, wo es noch Jahre brauchen wird, bis alles wieder aufgebaut oder erneuert wurde.
Die Stadt, ursprünglich im englischen Baustiel erbaut, wandelt sich sehr stark. Einige Gebäude wurden und werden noch mit viel Aufwand wieder hergestellt, aber einige sind auch unwiederbringlich verloren. An ihren Stellen entstehen teilweise hypermoderne Gebäude. Oft krasse Gegensätze, wenn die Gebäude so direkt nebeneinander stehen. Christchurch ist eine Interessante Stadt aber auch hier verließ mich die Lust nach 4 Std. und es zog mich noch mal an den Strand zurück.
Das war mein letzter Ausflug hier in Neuseeland und es galt den Camper für die Abgabe vorzubereiten. Ich fing an mehr und mehr an zurück zu blicken. Er war mein Zuhause der letzten 5 Wochen und hat treue Dienst geleistet. 6732 km habe ich mit ihm abgespult und habe beim fahren unzählige getrocknete Aprikosen, Pecanüsse und Pistazien gegessen. Nach einem Ausflug freute ich mich immer auf einen schönen, gekühlten Jogurt im Camper, bei offener Tür und oft bequem im liegen 😉 Am liebsten Kokos-Mango oder Lemon 🙂 Eine gewisse Routine war am Ende eingekehrt nachdem Anfangs vieles holprig lief. Aber dennoch vergass ich bis zum Schluß immer etwas und musste meist nach dem losfahren wieder anhalten. Mein Liebling war mein Wasserkessel. Ich weiß schon gar nicht mehr wie oft ich den auf dem Herd hab stehen lassen. Natürlich gefüllt, versteht sich! So war anschließend aufwischen angesagt, was aber nicht schlimm war, denn bei dem Wind und dem Sand hier war das eh alle 2 Tage nötig. Nun ist alles sauber und gepackt.
Es war eine Tolle Reise – Zeit heimzukommen.
Grüße vom Flughafen
Gunar



































Hey Gunar, ich wünsche Dir einen guten Rückflug! Komm gesund wieder daheim an, wir freuen uns schon alle, Dich am kommenden Mittwoch wieder zu sehen!
Bis dahin alles Gute
Tina
Mittwoch schon … ?!?
Ich freue mich auch auf euch!
Gruß Gunar
Ja Gunar,
das waren zum Schluß noch ein paar schöne Bilder.
Seit heute früh hat die Heimat dich wieder ????
Nun musst du dich zunächst wieder an dein normales Leben
gewöhnen .
Liebe Grüße M u P